3. Vorrunde am Mittwoch, 20.09.2017 - 19:30 Uhr

 

Moderation Andy Ost

 

In der 2. Musikkabarett-Runde treten folgende Künstler gegeneinander an:

 

 

Matthias Weiss


 

 

In seinem zweiten Solo-Programm besingt Matthias Weiss Erlebtes und Überlebtes, Fundsachen und Erfundenes, Wunden und Wunder, allzeit getreu seiner Prämisse „Es klingt nicht so böse wie es gemeint ist“.

Etwaige Ähnlichkeiten mit realen Personen und Ereignissen aus dem wahren Leben sind alles andere als zufällig. Er findet das Glück im Unglück, den Fluch im Segen, setzt sein Ego vor die Tür und blickt der Zukunft hinterher. Er verrät, was wäre, wenn und singt ein ganzes Lied über nichts.

Gleichermaßen virtuos mit dem Klavier wie mit der Sprache dreht und wendet er in seinen Liedern und Texten nur allzu gern des Lebens sicher geglaubte Koordinaten und stellt mehr Fragen als er Antworten gibt. Doch am Ende wird alles gut ... wie im richtigen Leben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Johannes Kirchberg

 


 

In seinem neuem Programm ist Johannes Kirchberg ganz der Alte. Aber schwer in Mode.
Äußerlich mit gut sichtbaren „Gebraucht-aber-geliebt-Spuren“, doch innerlich topp und auf dem neusten Stand. Wie eine nagelneue Jeans, die erst durch ihren angesagt abgerissenen Vintage-Style ein Schweinegeld wert ist. Oder das Digitalradio, das im hölzernen Retro-Design daher kommt: Goebbels Schnauze jetzt mit USB.
Oder aber das klavierlackpolierte Nostalgie-Telefon, unter dessen Wählscheibe das Display versteckt liegt, und das natürlich voll netzwerkfähig ist. Oder wie das neueste Küchenmöbel im Shabby-Chic.
So ist auch der neue Kirchberg. Außen betonen graumelierte Haare seinen Antik-Stil, der neue Anzug ist Retro-Retro, und die Lachfalten markieren den modernen Used-Look - so wie seine blauen Flecken unterm weißen Hemd:
Gebraucht, weil geliebt. Spuren, die sich sehen lassen können. Innen aber läuft Johannes auf der neuesten Version: Kirchberg 2.0.1.5 - seine neuen Lieder zielen fröhlich in die Mitte des Lebens und treffen dort alte Bekannte. Recycelte Songs sind voll ausgereift - und die Texte stürzen sich weiter lustvoll von einer Lebenskrise in die nächste.
Kirchbergs neue Melodien sind spätestens beim zweiten Hören so, als kennt man sie schon lange: Echte Hits eben. Zum Mitlachen. Mitsingen. Mitmachen. Getreu dem Motto: Traurig sein können wir auch noch morgen. Dabei beweist er wie immer Charme, augenzwinkernde Weisheit und den typisch-hintergründigen Witz.

 

 

Falk


 

 

Falk kann einfach nicht die Klappe halten - und das ist auch gut so. Dass der prämierte
Liedermacher und Lyriker, Kabarettist und Songwriter einer der Großen seiner Generation ist,darüber sind sich sowohl Fans als auch Kritiker diverser Jurys dieses Landes seit geraumer Zeit einig: Gewinner der Liederbestenliste 2015 und des Förderpreises der Hanns-Seidel-Stiftung, deutschlandweite Solo-Tourneen sowie zahlreiche Konzerte in Begleitung von Götz Widmann, schlussendlich die Veröffentlichung seines mittlerweile dritten Albums „Smogsehnsucht“ - Falks Jahr 2015 spricht für sich. Aber beginnen wir vorne: 1985 in Wuppertal geboren und seit 2011 Wahlberliner, studierte Falk Philosophie und Geschichte. Dabei begleiteten ihn schon seit frühester Jugend seine Gitarre und sein Instinkt, das Erlebte in Songtexte zu packen. Sein sprachlich-musikalisches Talent führte ihn konsequent zum jetzigen Lebensweg: „Wieso muss ich jeden Scheiss / von mir geben, den ich denk / Du hättest nichts dagegen / wenn ich mir das auch mal schenk“, gesteht er sich in seinem Song „Klappe“ ein. Doch es gibt zum Glück des Hörers mehr als genügend Gründe und Abgründe, die dieses Klappe-Halten für den Künstler unmöglich machen.

 

 

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